Zwei Essays aus der belarusischen kulturellen Katastrophe
DOI:
https://doi.org/10.17892/app.2026.00022.440Schlagworte:
belarusisches Kino, belarusische Kultur, kulturelles Exil, No-Budget-Ästhetik, nach 2020, Kulturkritik, osteuropäischer FilmAbstract
Dieses Dossier präsentiert zwei Texte des belarusischen Kulturwissenschaftlers und Filmkritikers Max Zhbankou (Maksim Žbankoŭ) in englischer Übersetzung. „Leben in den Ruinen: Wie man Kultur für neue Generationen außerhalb des Landes aufbaut“ (2022) kartiert die Spaltungen der belarusischen Kultur im Exil nach 2020 — zwischen „aktiven Evakuierten“ und „inneren Partisanen“, zwischen „Staatsmenschen“ und „Neuen Europäer*innen“ — und plädiert für horizontale Selbstorganisation als einzig tragfähige Infrastruktur kulturellen Lebens unter Bedingungen erzwungener Mobilität. „Die Musik von Bastardfeilen: Eine Einführung in den No-Budget Style“ (2023) deutet den Zusammenbruch der belarusischen Filminfrastruktur als Voraussetzung für eine neue Ästhetik der Beschränkung — ein No-Budget-Kino nach dem Modell der Rock-’n’-Roll-Single, des Blicks des Außenseiters und der Disziplin minimalistischer Konstruktion.
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